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Der Snooze Button – oder der Feind der Produktivität

Wer kennt es nicht. Der Wecker klingelt und alles, was man sich wünscht, ist noch ein bisschen weiter zu schlafen. Nur noch fünf Minuten. Hallo oh so geliebter Snooze Button. Dass uns diese paar Momente zusätzlicher Schlaf eigentlich aber gar nichts bringen und uns im Gegenteil nur noch müder machen, erklärt sich so: Der Wecker holt (oder reisst) uns aus unserer Schlafphase. Wenn wir dann den Snooze Button drücken, verlängern wir diese Phase nicht, sondern fallen in eine nächste, aus der wir wenige Minuten später wieder herausgerissen werden. Wer es schafft, im gefühlten Tiefschlaf den Button zu drücken und weiter zu träumen, der läuft Gefahr, alle noch so penetranten Geräusche zu ignorieren. Das Resultat: man verschläft.   

Wenn man es dann endlich schafft, aufzustehen, zu duschen und sich auf den Weg zur Arbeit zu machen, fühlt man sich weder ausgeschlafen noch in der Lage, wirklich produktiv zu werden. Nach kurzer Zeit am Computer sinkt die Konzentration auf den gefühlten Nullpunkt und vor lauter Müdigkeit vergisst man, was man eigentlich gerade tun wollte.

Und schon bereut man das morgendliche Drücken auf den Snooze Button. Hätte man den Wecker einfach auf den Momentgestellt, an dem wirklich Zeit zum Aufstehen ist, hätte man seinen Schlaf nicht unterbrochen und wäre auf jeden Fall fitter.

Produktivität am Arbeitsplatz hängt natürlich nicht nur mit Müdigkeit zusammen. Aber ich habe gemerkt, dass mein Schlafverhalten – und die Resultate davon – meine Motivation und so auch meine Produktivität steigern.

Ein fixer Schlafrhythmus ist für mich Voraussetzung, um mich richtig zu erholen. 7.5 Stunden pro Nacht sind dabei ideal – und die versuche ich einzuhalten. Ich habe natürlich dank flexibler Arbeitszeiten den Vorteil, dass ich morgens auch mal eine Stunde länger im Bett bleiben kann, wenn sich der Abend davor etwas in die Länge zog.

Meinem exzessiven Zwang den Snooze Button zu drücken habe ich den Kampf angesagt.

Der erste Versuch war gar nicht so schlecht. Ich habe mir einen Licht-Radio-Wecker gekauft, der mich morgens sanft aus dem Schlaf holen sollte. Bei besagten längeren Abenden jedoch, schaffte es auch das motivierendste Lied und das angenehmste Licht es nicht, mich aus dem Land der Träume zu holen. Das penetrante Klingeln des zusätzlichen Handyweckers wurde, genau, mit dem Snooze Button, zum Schweigen gebracht.

Eine neue Lösung musste also her. Etwas, dass mich beim ersten Klingeln des so verhassten Weckers zum Aufstehen zwingt. Und ich bin tatsächlich fündig geworden. Alarmy hiess meine Rettung – eine App mit ganz speziellen Alarm-Möglichkeiten. Eine davon ist beispielsweise, dass man ein Foto seiner Dusche machen muss, bevor das Klingeln aufhört. Eine andere das Scannen eines QR Codes – den man natürlich am besten auch möglichst weit weg vom Bett aufbewahrt. Mein persönlicher Favorit? Der Mathe-Wecker. Wenn ich etwas mehr hasse als aufstehen, dann Mathe. Ich muss mich also jeden Morgen durch drei Matheaufgaben quälen, bevor der Wecker endlich Ruhe gibt. Danach bin definitiv wach und in den ersten paar Sekunden zu sehr genervt, um mich einfach wieder umzudrehen und weiter zu schlafen. Und so heisst es bei mir jetzt jeden Morgen, Augen auf, Hirnzellen an und ab in die Dusche.

Seit dieser morgendlichen Routine, habe ich meine Müdigkeit verringert und so auch meine Produktivität im Büro gesteigert. Für die gefühlte Nachmittags-Narkose nach einem leckeren Mittagessen habe ich bis jetzt aber noch kein Gegenmittel gefunden.  

Was machst du um morgens wach zu werden? Tipps, Tricks und Vorschläge sind mehr als willkommen – vielleicht werde ich ja doch noch zum Mathe-Genie und muss mir eine neue Möglichkeit suchen, um am Morgen aus dem Bett zu kommen.

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